Schokogenuss auf ökologisch? Leider bisher die Ausnahme, sagt eine kürzlich veröffentlichte Studie/ Artikel auf www.bos-deutschland.de
Autor: admin
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There’s no such thing as free icecream
In a youtube video clip in animation style, Insidegoogle.com presents us with the evil side of google
„Hey Kids, get your free ice cream!“ the animated Google CEO Eric Schmidt shouts, luring the kids of an American suburb. They follow his colourful little bus, while Schmidt explains in an aside: „Of course there is no such thing as free ice cream“, ordering a colleague in the back of the vehicle to bodyscan the poor kids. Of course he already knows their favourite flavours. He then shocks them, revealing all kinds of private information about their parents. The clip capitalises on his notorious statement about online privacy from a CNBC interview: “If you have something that you don’t want anyone to know, maybe you shouldn’t be doing it in the first place.” Which of course means that one just needs to behave well, then there is no problem – so is that what Google tries to tell us with their slogan „Don’t be evil – (we will know it anyway)?

Does some streetviewing – Google CEO Eric Schmidt Eric Schmidt probably would not like his animation alter ego, its a spooky caricature. The clips has been launched by Consumer Watchdog group, demanding the government to create a so-called “Do Not Track Me” list to prevent online companies from gathering private online details. At present, the clip is shown 36 times per day on a jumbotron in Times Square. And though many comments on Youtube ridiculed the video or blamed the insidegooglers to be paranoid, it can’t be denied that there is a growing awareness in the US about online privacy.
httpv://www.youtube.com/watch?v=Ouof1OzhL8k
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Das dicke Geschäft mit den Fans
Artikel im Tagesspiegel vom 5. September 2010 von Lars Dittmer //Lange muss man nicht warten, sie kommen zu einem. Sie sehen etwas bulliger aus als das studentische Publikum, das sich zum Berlin-Gig der kanadischen Indieband Arcade Fire vergangenen Dienstag vor dem Tempodrom tummelt. Sie stehen etwas abseits, mit weiten Hip- Hop-Hosen und Sonnenbrillen, wechseln mal untereinander ein paar Worte, mischen sich dann wieder unter die kastenbebrillten Indiefans.
Man merkt, dass sie die Musik nicht interessiert – sie sind hier wegen des Geschäfts. „80 Euro das Ticket“, sagt einer mit umgedrehter Kappe. Könne er auch mehr besorgen? „Mehr als zwei kriegst du nie“, sagt er misstrauisch und dreht sich schnell um. Ein dicker Kollege von ihm ist offener: Klar, man müsse sich nur festlegen, wie viele. 80 Euro verlangt auch er. Eine halbe Stunde später kostet sie bereits 100 – bei Vorverkaufspreisen von 32 Euro eine beachtliche Gewinnspanne. Für die Fans, die noch keine Karten haben, wird es eng, denn das Konzert ist schon seit Wochen ausverkauft und günstige Tickets rar.

Nicht alle haben das Glück, The Arcade Fire so erleben zu dürfen. Bild: Anders Jensen-Urstad/Wikipedia „Eigentlich gehört das verboten“, schimpft ein Wiener Architekturstudent, der extra nach Berlin gereist ist, um das Konzert zu besuchen. Die Händler haben ihn gleich in der Einfahrt zum Tempodrom angesprochen. Er hat ihnen ein überschüssiges Ticket zum Normalpreis verkauft. Die Geschäftemacherei ärgert ihn: „Die Karten werden in großen Mengen günstig eingekauft und dann, online oder vor dem Konzert, teuer abgestoßen. Die Schwarzmarkthändler treten immer wie normale Fans auf.“ So auch bei der Onlineauktionsplattform Ebay, die sich in den vergangenen Jahren zu einem der zentralen Umschlagplätze für Konzertkarten entwickelt hat. Wenige Tage vor dem Arcade-Fire-Gig wechselten hier Tickets für immense Summen den Besitzer. Ein User hatte zwei Tickets im Angebot und die Auktion bei 1 Euro angesetzt. Fünf Tage vor dem Konzert nahm er 136 Euro dafür ein. Wie man in seiner Angebotsgeschichte lesen kann, hat er drei Tage darauf ein weiteres Paar für 251 Euro verkauft. Regulär hätten zwei Tickets 64 Euro gekostet. Auch bei den Onlinebörsen Viagogo, Fansale und Seatwave konnte man noch Karten ergattern: Alle starteten bei 64 Euro, bei Seatwave gingen die Preis bis 165 Euro. Auch hier scheint es, als verkauften Fans privat – mehr als zwei Tickets werden nie angeboten.
Es ist zu einem gewissen Grad legitim, seine Konzertkarte online zu verkaufen, denn die Veranstalter nehmen Tickets auch bei Krankheit nicht mehr zurück. „Es ist nicht zutreffend, den Wiederverkauf von Tickets generell als nicht erlaubten Schwarzhandel zu bezeichnen“, sagt Maike Fuest, Pressesprecherin von Ebay. „Die vorliegende Rechtsprechung beurteilt einen solchen Wiederverkauf bis dato widersprüchlich.“ Zumal niemand gezwungen ist, Wucherpreise zu bezahlen – gerade bei Ebay entstehen sie oft durch die Nachfrage. Schwierig ist es gleichwohl, ehrliche Fans von den Leuten zu unterscheiden, die gewerbsmäßig anbieten. Denn wie so oft verlocken rechtliche Grauzonen zum Missbrauch.
In den Musikforen im Internet ballt sich der Frust, von systematischer Abzocke ist die Rede. Userin „Birgit 72“ ärgerte sich da über die Ticketpreise zum Berlin-Gig von Rammstein im Dezember vergangenen Jahres. Der offizielle Onlineshop der Band sei gleich zu Beginn des Vorverkaufs abgestürzt, Community-Mitglieder hatten bevorzugt Karten bekommen, und als der Shop wieder funktionierte: „Ausverkauft!“, schrieb sie. Die Karten fand sie dann bei Ebay wieder, im Sofortverkauf für 225 Euro – mehr als dreimal so hoch wie regulär. Als sie bei der Verkäuferin anfragte, ob dies tatsächlich der Preis für eine Karte sei, erhielt sie als Antwort: „Ups, verschrieben, ist für zwei Karten.“ Tags darauf stand dort wieder Stückpreis. „Die gute Frau hat 34 Auktionen mit Konzertkarten am Laufen – aus Versehen?“ ärgerte sich „Birgit 72“.
„Der Schwarzmarkt vor allen interessanten Konzerten ist inzwischen Usus“, sagt Peter Schummel von der Konzertkasse Koka 36 in Kreuzberg. Der Schaden ist freilich nicht nur moralisch – Fans und Konzertveranstalter werden gleichermaßen ausgenommen, und die Gewinne werden nicht versteuert. „Auch bei Fußballspielen und anderen Events sind die organisierten Gruppen tätig – bundesweit“, sagt Schummel. Den Ticketbüros sind die Hände gebunden: „Bei größeren Einkäufen um 50 Tickets fragen wir nach, was mit den Karten passiert. Ansonst gibt es bei uns auch die Unschuldsvermutung.“ Könnte man Tickets nicht personengebunden verkaufen? Schummel winkt ab: „Den logistischen Aufwand einer Ausweiskontrolle kann man bei Tausenden von Fans nicht mehr stemmen.“
Bei Senat und Polizei ist man ebenfalls ratlos. „Der Konzertkartenschwarzmarkt ist Teil des Zivilrechts, die Veranstalter müssen Anzeige erstatten“, sagt Guido Busch, Pressesprecher der Berliner Polizei. Diesen fehlen aber die Kapazitäten, bei Hunderten von Fällen einzuschreiten. Schwarzmarkthändlern kann auf dem Konzertgelände zwar aufgrund des Hausrechts ein Platzverweis gegeben werden, sie können dann aber auf der Straße weitermachen. Diese Erfahrung hat das Concertbüro Zahlmann, ein großer Berliner Veranstalter, bereits gemacht. Welche Verluste durch den Schwarzmarkt entstehen, ist schwer zu sagen: „Den Schaden kann man nicht beziffern, wir haben nicht das Personal, das im großen Stil einzuschätzen“, sagt Manfred Müller vom Concertbüro. Wer den organisierten Schwarzmarkt betreibt und wie hoch die Steuerausfälle sind, ist nicht bekannt. Gibt es gar kein Mittel, Ticketdealern das Handwerk zu legen? „Im Prinzip wäre es einfach, wenn jeder nur den Originalpreis für eine Konzertkarte zahlen würde“, sagt Peter Schummel. „Solange Wahnsinnspreise für die Tickets bezahlt werden, müssen wir mit dem Schwarzmarkt leben.
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Allerorts Zustimmung: Ein Land sarraziniert
Sarrazinieren…klingt fast wie halluzinieren. Ist auch so ähnlich. Wir befinden uns im Jahr 2010 im aufgeklärten Deutschland und diskutieren die Thesen eines Mannes, der im Prinzip bereits zugegeben hat, dass er für manche darunter so ein paar Anleihen aus dem Reich von Tausend und einer Nacht getätigt hat. 70 Prozent aller Türken und 90 Prozent aller Araber lehnen diesen Staat ab und sind in großen Teilen weder integrationswillig noch integrationsfähig, sagt Thilo S. Woher er diese Zahl denn habe, fragte ein SZ-Reporter.
Wenn man keine Zahl hat, erklärte Sarrazin dem Reporter (…) muss »man eine schöpfen, die in die richtige Richtung weist, und wenn sie keiner widerlegen kann, dann setze ich mich mit meiner Schätzung durch«.
Also, wer als erstes in die Kreuzung einfährt hat Vorfahrt? Gesetz des Dschungels, mag man einwenden. Trotzdem finden offenbar alle viele seine Fiktionen toll – denn in Online-Foren und -Umfragen regiert derzeit ein Volkszorn, bei dem man nicht weiß, soll man gleich die Koffer packen oder warten, bis die ersten Mobs mit Mistgabeln und Fackeln durch die Stadt laufen.
Ja und ich gebe zu, ich habe das Buch „Deutschland schafft sich ab“ nicht gelesen, denn ich empfinde das was ich bisher darüber erfahren habe – halbwahre Fakten und Interpretation, die Bauchgefühl und Altherrenangst entspringen, gemischt mit einer dezent ekelerregenden Note Hobbygenetik – nicht als produktiven Impulsgeber für die Zuwanderungsdebatte. Und ich habe noch nie erlebt, dass die Beschimpfung bestimmter Menschen für die Behebung der Probleme sorgt, die mutmaßlich mit ihnen vorhanden sind. Ach ja, und NEU und revolutionär sind sie auch nicht.
Im Gegenteil kommen sie alle paar Jahre wieder: Broders „Hurra, wir kapitulieren!“ schlug genau in die gleiche selbstmitleidige Kerbe: „Wir“ sind solche armen gutmenschlichen Opfer und meinen es immer nur gut und werden dafür hinterrücks islamisiert. Die These soll ja auch bei Thilo wieder bemüht werden: In drei Generationen sprechen wir alle arabisch/türkisch und der Muezzin singt „Morning has broken“ während wir zu unchristlicher, pardon, unislamischer Zeit unsere Frauen verprügeln. Hat sich der Mann mit irgend einer Ernst zu nehmenden Migrationstheorie auseinander gesetzt? In drei Generationen spricht hier niemand mehr arabisch, die wenigsten können noch türkisch. Die Sprachen haben aus soziolinguistischer Sicht ein miserables Prestige, sie werden so gut wie nirgends unterrichtet und bald kaum noch weiter gegeben – was eigentlich jammerschade ist. Es ist wahrscheinlich, dass sie hierzulande verloren gehen – zumal es in die Türkei derzeit mehr Abwanderung gibt als Zuwanderung von dorther. Istanbul boomt und wird mehr und mehr zur Trendstadt, die Wirtschaft der Türkei blüht auf.
Oder die These, dass Intelligenz zu „50-80“ Prozent vererbt wird…sehr wissenschaftlich, klingt wie Gallileo. Ich weiß zumindest, dass es unterschiedliche Intelligenz-Theorien gibt, die sehr unterschiedliche Intelligenzen vorsehen – und kenn mich mit Psychologie und Kognitionswissenschaften kaum aus. Die IQ-Schablone ist, so weit ich weiß, ziemlich out, vielmehr streitet man sich darüber, ob so ein komplexes Phänomen wie Intelligenz überhaupt messbar ist. „Wir“ werden immer dümmer, die „undeutsche“ Unterschicht übernimmt? Das klingt mir verdächtig nach der Volkstod-Theorie, und dafür gebe man mir gerne einen Godwin-Punkt.
Aber es stimmt, ich sollte mich zurückhalten. Easy. Denn: ich habe die Schwarte noch nicht gelesen. Haben dies aber die 90 Prozent der BILD-Leser, die meinen er sei der Einzige „der dem Volk aufs Maul schaut und ihn sich als Bundeskanzler wünschen?“
Nein: Es ist nicht nur die BILD. Auch bei Plasbergs „Hart aber Fair“ waren die Zuseher aufgerufen, über Sarrazins Thesen zu richten. Satte 81 Prozent sagen Hurra.
Selbst in den Blogs von Zeit-Online (der Link ist mir verschütt gegangen) erhält er noch eine Zustimmung von 54 Prozent. Das einzige Problem, das S mit seinen Thesen auch mir verdeutlicht hat, ist die Salonfähigkeit offen rassistischer Thesen in dieser Gesellschaft. No me gusta.
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Press Release: Free At Last: First rehabilitated orangutan in 9 years to be released
Indonesia Forestry Ministry issues decree allowing orangutan release in restored timber concession forest Press Release by BOS Germany, translation and editing by Lars Dittmer
Bogor, Indonesia, 20 Aug 2010: The Borneo Orangutan Survival Foundation (BOSF) announced today that it would, for the first time in 9 years, release a rehabilitated captive orangutan back into the wild. The long-awaited release was finally facilitated by the issuance of a special Ministerial Decree by the Indonesian Forestry Minister dated August 18, 2010, which will allow the release of the orangutan into a former timber concession restored into natural forest by PT Orangutan Habitat Restoration Indonesia. The restored forest is located in the East Kutai district of East Kalimantan, Indonesia.

Releases in Indonesia ahead PT Orangutan Habitat Restoration is a forest rehabilitation company established by BOSF for the purpose of creating a suitable area to release rehabilitated orangutans currently living in BOSF rehabilitation centers in Kalimantan.
The release is the first step toward the release of all captive orangutans in Indonesia by 2015 as directed in December 2007 by the Indonesian government at Nusa Dua Bali. For the past 8 years BOSF has been unable to release rehabilitated orangutans back to the wild due to a lack of suitable habitat for the releases. The Forestry Ministry Decree has now, for the first time, opened the door for BOSF to begin releasing the formerly captive orangutans it has rehabilitated for survival in the wild.
The release area was selected because of its conditions are near perfect for the survival process for newly released orangutans. It is an 86,450 hectare site in which there is a low density of wild orangutans living in that forest area. Generally, around 30,000 hectares are required to support 250 orangutans. The topographical conditions in the restored forest area are near perfect, with an altitude of 750 meters above sea level and well-stocked with tree species which provide shelter and food for wild orangutans. It is also safe from human threats as the local inhabitants are highly supportive of the release program.
At the present time, BOSF has some 838 orangutans in its rehabilitation centers, with 612 in the Central Kalimantan Reintroduction Center in Nyaru Menteng and another 226 in the East Kalimantan Reintroduction Center in Samboja Lestari.
The historical release process began during a courtesy call by the Board of Trustees and Board of Directors in April of this year to then forestry minister Zulkifli Hasan, who voiced his full support for the BOSF release program. The August 18 Ministerial Decree is a direct outcome of that visit.
“Now we can begin to concentrate on the next step, the preparation of new habitats,” said BOSF CEO Togu Manurung. “There is still much that we have to do,” he added, “but at least this is a good start for all of us”, he concluded.
Manurung further said that the issuance of the decree was did a great service to the BOSF as it will allow the organization to begin to realize its goals. The first priority, he said , was the release of Bornean Orangutans into their natural habitat with the help of local populations.
“The government has now started the process of issuing permits for us to take control of suitable land for orangutan release,” said the BOSF Chairman of the Board of Trustees, Professor Bungaran Saragih, a former Minister of Forestry. “We must release all captive orangutans back into the wild. They have for too long been living in cages,” said Professor Saragih.
Pressemitteilung von BOS Deutschland: Endlich frei!
Nach 9 Jahren wildert die BOS Foundation den ersten rehabilitierten Orang-Utan im Regenwald Borneos aus: ein Dekret des indonesischen Forstministeriums macht den Weg frei für eine Auswilderung in einem wiederhergestellten Regenwaldstück, das früher Konzessionsgebiet eines Holzkonzerns war.Bogor, Indonesien, 20. August 2010: Die Borneo Orangutan Survival Foundation (BOSF) hat angekündigt, dass sie zum ersten Mal seit 9 Jahren einen rehabilitierten Orang-Utan auswildern wird. Die lange erwartete Freilassung wurde ermöglicht durch ein Dekret des Forstministeriums vom 18. August 2010, das als Zielgebiet ein wiederhergestelltes Regenwaldstück in Ost-Kutai, Ostkalimantan definiert. Bei dem Areal handelt es sich um das ehemalige Operationsgebiet eines Holzkonzerns, das von der BOS-eigenen Firma PT Orangutan Habitat Restoration (PT RHOI) in naturnahen Regenwald umgewandelt worden war.

Endlich frei! Borneo Orang-Utan beim kraxeln „Die Regierung hat nun begonnen, uns Genehmigungen zu übertragen, die Kontrolle über geeignete Auswilderungsareale zu übernehmen“, sagte Professor Bungaran Saragih, Aufsichtsratvorsitzender der BOS Foundation und früherer indonesischer Forstminister. Das Auswilderungsgebiet weist nahezu perfekte Bedingungen für die Tiere auf. Es umfasst 86.450 Hektar, in denen nur wenige wildlebende Orang-Utans heimisch sind. Eine Population von 250 Orang-Utans benötigt ein Habitat von etwa 30.000 Hektar. Die topographischen Bedingungen in dem Gebiet sind exzellent; es liegt etwa 750 Meter über dem Meeresspiegel und verfügt über zahlreiche Baumarten, die Unterschlupf und Nahrung bieten. Eine Gefährdung durch Menschen besteht nicht – die heimische Bevölkerung zeigt große Sympathien für das Projekt und hat Unterstützung signalisiert.
Den Anstoß zu diesem historischen Prozess gab ein Besuch des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung der BOS Foundation im April diesen Jahres bei Forstminister Zulkifli Hasan. Der Minister sicherte zu, das Auswilderungsprogramm der BOS Foundation zu unterstützen. Das Dekret vom 18. August ist ein direktes Resultat dieses Treffens. „Der Beschluss des Ministeriums ist eine große Hilfe für die Arbeit der BOS Foundation“, so Togu Manurung, der Vorsitzende der BOS Foundation. „Wir können endlich unsere Ziele in Angriff nehmen. Das wichtigste davon ist, die Orang-Utan-Population Borneos in ihren angestammten Lebensraum auszuwildern – mit Hilfe der lokalen Bevölkerung.“
PT RHOI ist ein Unternehmen, das Wälder regeneriert. Es wurde von der BOS Foundation geschaffen, um geeignete Gebiete zur Auswilderung jener Orang-Utans zu schaffen, die sich derzeit in der Obhut von BOS befinden. Von den 838 Orang-Utans in ihrem Rehabilitationsprogramm leben etwa 612 in der Rehabilitationsstation Nyaru Menteng in Zentralkalimantan und 226 in Samboja Lestari in Ostkalimantan.
Die indonesische Regierung hat 2007 auf Nusa Dua, Bali, angekündigt, dass bis 2015 alle Orang-Utans, die sich momentan in Rehabilitationsstationen befinden, wieder im Regenwald leben sollen. In den vergangenen 8 Jahren konnte die BOS Foundation keine rehabilitierten Orang-Utans auswildern, weil die geeigneten Gebiete dazu nicht vorhanden waren. Mit dem Ministerialdekret hat Indonesien der BOS Foundation nun den Weg geebnet, die rehabilitierten Tiere in die Wildnis zu entlassen.
„Wir werden uns nun auf den nächsten Schritt konzentrieren, nämlich neue Habitate zu gewinnen“, sagte Manurung. „Es gibt immer noch viel zu tun, aber dies ist zumindest ein guter Start für uns.“
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Studie be- und entlastet Sinar Mas nach Rodungsvorwürfen
Der Agrarkonzern habe zwar keinen Primärregenwald gerodet, Sekundärwälder und Torfmoore aber schon – Greenpeace hält Beschuldigungen aufrecht – Artikel auf www.bos-deutschland.de

Mit lächelndem Kind sehen Ölpalmenplantagen gar nicht so tot aus, wie sie eigentlich sind – Eigenwerbung der PT Smart (Screenshot BOS Deutschland) Die PR-Schlacht zwischen Greenpeace und dem indonesischen Konzern Sinar Mas geht in die nächste Runde. Wie das Magazin Mongabay.com berichtet, hatten Umweltschützer der Sinar-Mas-Tochter PT Smart vorgeworfen, Primärregenwald und Orang-Utan-Habitat für den Anbau von Ölpalmenplantagen zu roden. Eine jüngst erschienene, unabhängige Studie entlastete den Konzern zwar in diesem Bereich, zeigte aber, dass er Torfmoore gerodet hatte. Beide Seiten erklärten sich zum Sieger – ehemalige Geschäftspartner von Sinar Mas zögern indes, die Beziehungen wieder aufzunehmen.
„Die Studie bestätigt unsere Vorwürfe in großen Teilen“, sagte Bustar Maitar, Regenwaldcampaigner bei Greenpeace-Südostasien. „Es ging ganz klar daraus hervor, dass Sinar Mas Regenwälder und Torfmoore gerodet hat, und dies ohne die notwendigen Genehmigungen.“ Der Konzern habe erneut gezeigt, dass er etwas sage, und das genaue Gegenteil davon mache. Er zerstöre Torfmoore und nenne dies Wassermanagement. Er rode Wälder und nenne dies die Entwicklung von degradiertem Land, so Maitar.
Bei PT Smart sieht man die Ergebnisse der Studie naturgemäß etwas anders. „Die Studie hat bewiesen, dass die Beschuldigungen größten Teils haltlos sind. Smart ist nicht verantwortlich für die Rodung von Orang-Utan-Lebensraum in Indonesien, wie Greenpeace behauptet hatte“, hieß es in einer Erklärung des Konzerns, die Reuters vorliegt.
Ehemalige Geschäftspartner von PT Smart bleiben derweil skeptisch, zumal für die Studie lediglich 40 Prozent der Konzessionen des Konzerns untersucht wurden – die Plantagen in Neu Guinea etwa waren darin nicht berücksichtigt. Unilever erklärte, das Palmöl des Unternehmens nicht mehr zu kaufen, so lang der Konzern nicht das Siegel des Runden Tisches für Nachhaltiges Palmöl (RSPO) erhält.
Quelle: Mongabay.com, Reuters, Lars Dittmer, BOS-Deutschland
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Spencer & Hill – Zwei Höllenhunde auf dem Weg zum Olymp
Die Generation der 1970er und 1980er erinnert sich mit einem wohligen Schauer: Ein Bud-Spencer- und Terrence-Hill-Film im Programm versprach unterhaltsames wie leicht unterbelichtetes Prügelvergnügen. Ein cooler Spruch ist das Zeichen – dann springt die Dudelmusik des Kultduos „Oliver Onions“ an, der dunkelbärtige Bär Spencer rammt den immer gleichen Gegnern seine überdimensionierten Fäuste in die Mägen während Hill alias Mario Girotti geräuschintensiv mit einer Bratpfanne assistiert. Es dauert nicht lange und beim Zuschauer stellt sich ein regressiver Zustand ein, gepaart mit leicht nostalgischen Gefühlen.
Tatsächlich sind nicht nur die heutigen Twens bis Mittdreißiger mit dem knochenbrecherischem Duo groß geworden – auch die Generation davor kannte sie bereits. Schließlich ist Spencer, der mit bürgerlichem Namen Carlo Pedersoli heißt und in Neapel geboren wurde, vergangenes Jahr 80 geworden, der Venezianer Terence Hill wurde kürzlich 70. Das erste Mal gemeinsam vor der Kamera standen sie für den Sandalenfilm „Hannibal“ von Carlo Ludovico Bragaglia von 1959 – ohne sich zu kennen. Oliver Onions waren zu der Zeit allerdings noch weit weg, vielmehr begleiteten Bombastklänge von Carlo Rustichelli die Schlachtszenen. Jene wurden übrigens damals von den kampferprobten Italienern nicht in gewohnter Manier dominiert, Terrence Hill spielte den Quintilius, der im Laufe des Filmes stirbt, Bud Spencer den Rutario, eine Nebenrolle.

Noch unter Zwanzig – Girotti in „Hannibal“ Obwohl das Niveau spätestens seit „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ von 1972 auf das notorische Niveau abgesunken war – wo es Gott sei Dank auch verharren sollte – kreuzten noch einige interessante Film-Persönlichkeiten speziell den Weg Terrence Hills. Anfang der Siebziger schlugen ihm Tonino Valerii und Sergio Leone, der legendäre Westernregisseur (u.a. die „Dollar-Trilogie“ und die „Amerika-Trilogie“) ein gemeinsames Projekt vor. 1973 kam „Mein Name ist Nobody“ in die Kinos – Terrence Hill und Henry Fonda(!) in einer der Spagetti-Western-Persiflagen überhaupt. Und so ging es weiter: Schon kurz darauf drehte er mit Miou-Miou („Eine Komödie im Mai“) und Klaus Kinski. Die beiden konnten am Set Deutsch reden – Hills Mutter ist Dresdnerin, die ersten sechs Jahre seins Leben sprach er ausschliesslich seine Muttersprache. Der Film kam unter dem Namen „Nobody ist der Größte“ 1975 in die deutschen Kinos. Die allseits bekannten Klamaukszenen hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits durchgesetzt – höchst amüsanter Streifen.

Hätten Sie ihn erkannt? Bud Spencer in „Hannibal“ Hatte nicht Kinski später einmal bekannt, sich für viele seiner frühen Schinken zu schämen? Nun, sich von „Nobody“ beim Kartenspiel vorführen zu lassen („Das waren vier Asse…verflucht selten…“) und sich später von ihm die Melone vom Kopf ballern zu lassen mag nicht ganz so monumental sein wie der Auftritt von Aguirre, dem Zorn Gottes. Könnte er dennoch seine Kollabo mit Hill gemeint haben? Man weiß es nicht – zumindest wäre es kein Zeichen von Größe. Hill drehte übrigens munter weiter mit den Filmkoryphäen seiner Zeit: In March or Die („Marschier oder Stirb“) spielte er Ende der 1970er mit Gene Hackman und Catherine Deneuve.

Pech im Spiel – Klaus Kinski als Doc Foster versus Nobody Die Meriten von Bud Spencer sind etwas anderer Natur. In den 1950er Jahren war er Schwimmer – sieben Mal in Folge wurde er italienischer Meister in Brust- und 100-Meter-Freistil. Er war der erste Italiener, der in dieser Disziplin die Minute unterschritt. 1952 nahm Pedersoli sogar an den Olympischen Spielen in Helsinki teil. Ein Dokument dieser Aktivitäten findet sich sogar bei Youtube:
httpv://www.youtube.com/watch?v=Mpnj_SoDaaw
Lange Zeit verbrachte Pedersoli auch in Argentinien, in der italienischen Diaspora. In den frühen 1960er Jahren, Pedersoli war nach Italien zurückgekehrt, machte sich seine kreative Ader bemerkbar. Denn alle, die immer glaubten, die einzige Musik die so einen Brutalo stimulieren kann, ist das peitschende Geräusch der von ihm ausgeteilten Gesichtswatschen, müssen umdenken: Denn Bud Spencer war Komponist – er schrieb neapolitanische Volkslieder und Schlager. Und als sei dies an künstlerischer Zerbrechlichkeit nicht genug – er gründete 1965 eine Produktionsfirma, die Tierdokus drehte. Tierdokus von Bud Spencer…? Wilde Szenen, in denen sich Pedersoli mit einem Silberrückengorilla im Schwitzkasten in einer Schlammpfütze windet, auf einem Nashorn durch die Savanne reitet und rückenschwimmend den Piranha-verseuchten Amazonas überquert, schiessen einem unwillkürlich durch den Kopf. Das macht die Sozialisation, denn so war es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht. Denn Pedersoli ist eigentlich ein Kreativer, der alles Rohe ablehnt – mit der Rolle von Bud Spencer hat er eigentlich nichts gemein. So sagte er der Neon im Interview:
Heute mag ich Bud, auch wenn wir wirklich nichts gemeinsam haben. Er ist nicht besonders schlau – aber ich bin mächtig stolz darauf, dass Kinder ihn so lieben.
Kurios auch seine düsentriebsche Ader: Zwar ist er qua Studium kein Ingenieur, sondern (promovierter) Jurist, hat aber dennoch einige Patente angemeldet. Darunter: Das dreiläufige Jagdgewehr und der Spazierstock mit integriertem Sitz. Die Patente verfielen leider – so mancher schlecht gelaunte Rentner hätte sich mit diesen Erfindungen gehörig Respekt in seinem Lieblingspark verschaffen können. Sein Erfindungsreichtum floss übrigens auch in seine Rolle als Bud Spencer ein. So spricht er im Neon-Interview über unterschiedliche Prügeltechniken aus seiner Feder. Darunter ein Klassiker: Am Schluss einer Rauferei stürzen sich seine Gegner auf ihn, 20, 25 Figuren und dann, mit einem großen Schlag:
… Wooom! La Bomba! Ja, das ist die Bombe! Ich hau’ alle auf einmal weg! Das habe ich erfunden.

Wo rohe Kräfte sinnlos walten. „La Bomba“. Den leicht untersetzten Gegnern pflegte er zumeist mit seiner Faust auf den Kopf zu schlagen, oder wahlweise, in einer Dreier-Combo, zunächst auf die linke, dann die rechte Schulter, bevor er mit ihnen mit einem horizontalen Gesichtsschlag die Lichter auspustet. Dazu Pedersoli:
Die Kopfnuss! Auch meine Erfindung.

Ob sie auch das Denkvermögen erhöht? Spencers Kopfnuß Politisch durchlebte er so manche Irrungen. 2005 kandidierte er für Forza Italia, die Partei Silvio Berlusconis – gruselig. Er scheiterte und gab die Politik auf, über die er auch sagt:
Politik ist etwas Scheußliches. Immerzu muss man Kompromisse schließen. Als junger Mann habe ich an den Kommunismus geglaubt – bis ich1952 mit meiner Schwimmmannschaft ins stalinistische Moskau geflogen bin. Ich dachte, mich würde das Paradies erwarten. Stattdessen fehlten gleich im Flugzeug die Fenster.
Auch wenn natürlich keine großen Filmprojekte von Pedersoli und Girotti mehr zu erwarten sind – der letzte gemeinsame Film liegt immerhin 16 Jahre zurück („Die Troublemaker“) – die Klassiker der beiden haben an ihrer zeitlosen Schlagkraft nichts eingebüßt. Kabel 1 bringt sie zur Zeit wieder jeden Samstag. Heute Abend: „Zwei Asse trumpfen auf“.
Ein kleines Kuriosum noch zum Schluss:
httpv://www.youtube.com/watch?v=r0lnXcIGbyM
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„Pony“ – ein Orang-Utan im Bordell
Die schlimme Geschichte des Orang-Utan-Weibchens Pony berichtet Michelle Desilets im englischen Interview mit dem Magazin „Vice“, Übersetzung für die Webseite von BOS Deutschland von Lars Dittmer
Darf man vorstellen? Pony. Sie ist ein Orang-Utan-Weibchen aus einem kleinen Dorf auf Borneo, wo sie den gesamten Regenwald niedergeholzt haben, um Palmöl herzustellen, das ins Ausland verkauft wird, um zu Lippenbalsam, Speiseeis, Schokoladen und Käsekräcker verarbeitet zu werden.

Hat eine unbeschreibliche Horrorgeschichte hinter sich: Orang-Utan-Weibchen Pony Vice Magazin: Bitte erzählen Sie uns die Geschichte von Pony.
Michelle Desilets (Begründerin von BOS UK und Vorstandsmitglied von BOS Deutschland):
Pony ist ein Orang-Utan aus einem Prostituiertendorf in Borneo. Als wir sie fanden, lag sie auf einer Matratze und war an eine Mauer gekettet. Sie war am ganzen Körper rasiert.
Ich möchte am liebsten heulen.
Wenn sich ihr ein Mann näherte, drehte sie sich um, präsentierte sich und begann, sich rythmisch zu bewegen. Sie wurde als Sexsklavin gehalten. Eine ältere Dame hatte sie über viele Jahre in Gefangenschaft gehalten – als wir Pony fanden, war sie etwa sechs oder sieben Jahre alt. Die ältere Dame war aber absolut nicht bereit, das Tier frei zu geben, denn alle liebten Pony und war sie war fester Bestandteil ihres Einkommens. Sie waren außerdem der Meinung, dass Pony ein Glücksbringer sei, da sie bereits richtige Tipps in der Lotterie gegeben habe.
Haben die Kunden denn realisiert, dass sie einen Orang-Utan bekamen?
Na klar, extra deswegen sind sie gekommen. Wenn sie wollten, bekamen sie einen Menschen, aber für viele Männer war es etwas Neues, mit einem Orang-Utan Sex zu haben. Gelegentlich rasierten sie Pony, was dazu führte, dass ihre Haut mit Pickeln übersät und gereizt war. Obendrein bekam sie ein Problem mit den Moskitos – weil sie ständig an den Stichen kratzte, wurden diese septisch und entzündeten sich. Sie hatten ihr Ringe und Halsketten angezogen – es war ein absolut hässlicher Anblick.
Wie habt Ihr sie da raus bekommen?
Wir haben über ein Jahr benötigt. Jedes Mal, wenn wir mit der Forstpolizei und örtlichen Polizeibeamten dort ankamen, wurden wir überwältigt von den Dorfbewohnern, die sie einfach nicht freilassen wollten. Sie haben uns dann mit Pistolen und Messern mit vergifteten Spitzen bedroht. Letztlich bedurfte es 35 Polizisten bewaffnet mit AK-47-Sturmgewehren und anderen Waffen, die in das Bordell stürmten und die Herausgabe des Menschenaffen forderten. Der Einsatz wurde von einem Filmteam aus der Gegend gefilmt. In der Szene, in der wir Pony von ihren Ketten befreien, hört man die ältere Dame im Hintergrund hysterisch kreischen: „Sie nehmen mir mein Baby weg, das könnt Ihr nicht machen!“ Es gibt keine Strafverfolgung dafür in Indonesien, daher wurden diese Leute rechtlich nie belangt für ihre Taten.
Das englische Original im Magazin Vice.
Quelle: Vice Magazine, BOS-Deutschland
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Wikileaks – Some Truth in the Jungle?
As long as they are showing how evil the dictators of this world are, they are welcome. But as of recently, the whistleblower-website Wikileaks has been in the crosshairs of the US government. They have posted online around 76,000 secret documents on the war in Afghanistan, revealing immense security problems of the ISAF forces as well as brutal facts from the battlefield – and they announced the posting of another 15,000 reports. The US and other countries involved in the conflict have protested against what they call a „threat to national security“. Wikileaks has – now to a broader public – shown what a powerful instrument it can be. This, however, does not come without risks.

Everybody is free to upload documents – Wikileaks.org The „Afghan War Diary“ comprises documents dating between January 2004 and December 2009. Most of the papers are reports from military officers – nobody knows, who has „leaked“ them. The internet platform Wikileaks offers to publish all official documents anonymously. The essence of the war logs is: this is a failing conflict. They establish a picture of massive civilian losses in the course of military operations, so-called „blue-on-white“ events, a secret „black“ unit of special forces that hunts down Taliban leaders for „kill or capture“ without trial, and they tell us from Pakistani and Iranian involvment in the conflict – for the Taliban, of course. Also bleak news for Germany: the security situation in the Afghan north around Kundus, where the German troops operate, has deterioriated.
In around 144 accounts, assaults on civilians are reported – with an admitted death toll of 195 persons and almost the same numer of people injured. But, as the Guardian points out, this number might be underestimated, as many incidents do not show in official documents, and often the exact numer of casualties is not known. Besides high collateral damages in airstrikes, the newspaper reports:
The bulk of the „blue-white“ file consists of a relentless catalogue of civilian shootings on nearly 100 occasions by jumpy troops at checkpoints, near bases or on convoys. Unco-operative drivers and motorcyclists are frequent targets.
Most civilians, nevertheless, were killed by the Talibans, who have managed to step up their roadside bombing campaign, which has killed at least 2,000 persons to date. Also some evidence linking the Pakistani secret service ISI to Taliban operations has popped up, accusations that high-ranking officers have financed, trained and supported the Taliban insurgency – vague material, hard to interpret. The Guardian admits:
If anything, the jumble of allegations highlights the perils of collecting accurate intelligence in a complex arena where all sides have an interest in distorting the truth.
What role can the Wikileaks dossier play in this messy situation? The documents were classified „secret“ at the time, but are no longer militarily sensitive. The danger that Taliban commanders get information about current war strategies is excluded by Leaks-founder Julian Assange. The documents, as stated, were issued between 2004 and 2009, therefore cannot bear „timely“ details of military tactics by the Allied troops, as he states.
httpv://www.youtube.com/watch?v=-E5nrTRHSck
The people behind Wikileaks have high-level goals. Indeed, one is not completely on the wrong track to say: They are on a mission. Their website states:
Principled leaking has changed the course of history for the better; it can alter the course of history in the present; it can lead us to a better future.
As an example for a possible positive result of „leaking“ they name Daniel Ellsberg, who disseminated the Pentagon Papers in the early 1970s, a 7,000 page study by the US-government about the countries involvment in Vietnam. One of the biggest „leaks“ in US history:
Among other things, the Papers revealed that the United States government deliberately expanded its role in the war with airstrikes against Laos, raids of the coast of North Vietnam, and U.S. Marine Corps attacks before the American public was told of them, while President Lyndon B. Johnson was promising not to expand the war. The document widened the credibility gap between the U.S. government and the American people, hurting the Richard Nixon administration’s war effort.
It turned out well in the early 1970s. However, for such complex situations such as in Afghanistan there can be no „one size fits all“- solution. And though the Wikileakers are absolutely right in their endeavour for more transparent governance and responsible information policy, providing the stone-age Islamists with valuable information around the allied forces certainly can neither be the wish of the Leakers nor the Wikileaks-staff – whether they were for or against this intervention. By the way: the current Obama government wasn’t – therefore, ousting it now would not make sense.

US ISAF Troops in Kapisa – Some Truth in the Jungle? Indeed, there is room for abuse and misinterpretation: After all, with todays possibilities of retouching images and documents, reports might be found one day in the emailaccounts of the Wikileaks staff „evidencing“ all kinds of events – also data that might severely strenghten authoritarian and undemocratic regimes. The fact that also internal loyalties and internet accesses are not distributed equally among the countries might again result in biased pictures. Through the Afghan War Diaries we are delivered a relentlessly realistic bit of the „truth“ – but again only a bit. In other words: We are more than lucky if a Taliban-whistleblower uploads internal war logs of the same value and the same size on the platform. Up to now it can be taken for granted the Islamists were delighted to read about the leaked documents.
In addition: to interpret these documents, with the supposed outcome to correct undemocratic tendencies, it needs able and intelligent analysts and journalists. Not only in the office(s) of Wikileaks, as it can be supposed that most readers will read in newspapers about Wikileaks, not in Wikileaks itself. As indicated before – as to the outcome of the publication of secret documents, there is no automatism. If you ask me: Seeing and reading on Julian Assange, he gives an able, intelligent and honest impression. Nevertheless, besides him and his German colleague Daniel Schmitt, noone knows who is responsible for the interpretation of the material. And Assange assured that there are no details in the Afghan warlogs „endangering local informants or giving away genuine military secrets“. The newspapers Guardian, the NYTimes and the magazine Der Spiegel however deny this. We don’t know. Judged from my perspective, nevertheless, Wikileaks has the power to do a lot of good – let’s hope they do this with utmost care and responsibility.
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Facebook protest: Australia – stop importing wood from illegal sources!
The Australian government has still not banned the import of wood from illegal sources. Other countries however act. Protest action via Facebook and BOS Deutschland in English and German by Sean Whyte, Maik Schaffer and Lars Dittmer
The Australian government permits the import of wood from illegal sources from the rainforests of Indonesia. Though the decision makers in the country are aware of this problem, nothing has been done to stop it yet.

a morning in the Indonesian rainforest – pic by Maik Schaffer Illegal wood has been banned from the US two years ago and soon to be across all over the EU.
Bringing the import to Australia to a halt would be a great step to preserve the natural forests of Indonesia and the species that live there – still, Orangutans are killed for the profits of illegal loggers. Australia is in a geographically important position. A ban would massively contribute to environmental and climate protection efforts. For more information, please klick here.
The letter below is directed to Australian Senators.
PLEASE JOIN AND SEND THE LETTER BELOW! Please add your name and your country if possible. On behalf of the suffering Orangutans, thank you!If you live in Australia, why not start your own letter writing campaign with friends, schools etc? It would be a great help if you were to do so.
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________________________________Die australische Regierung erlaubt den Import von indonesischem Holz aus illegalem Einschlag. Obwohl sich die australische Regierung sich über das Problem bewusst ist, wurde bisher nichts unternommen um das zu unterbinden.
Illegal geschlagenes Tropenholz wurde vor zwei Jahren in den USA verboten und wird in drei Jahren auch in der EU verboten sein.
Den Import nach Australien zu unterbinden wäre ein großer Schritt zum Schutz der indonesischen Regenwälder und der dort beheimateten Arten, denn immer noch werden Orang-Utans für den Profit der illegalen Holzfäller getötet. Weiterhin befindet sich Australien in einer geographisch sehr wichtigen Position. Ein Einfuhrstopp wäre ein großer Erfolg für den Umwelt- und Klimaschutz. Weitere Informationen finden Sie hier.
Der untenstehende Brief ist an verschiedene australische Senatoren gerichtet.
BITTE MACHEN SIE MIT UND VERSENDEN SIE EINE E-MAIL! Bitte versehen Sie den Brief nach Möglichkeit mit Ihrem Namen und dem Wohnort. Im Namen der leidenden Orang-Utans bedanken wir uns!
__________________________________________________________To/an: Peter.Garrett.MP@aph.gov.au
and CC to/und CC an:
enquiries@petergarrett.com.au; senator.bob.brown@aph.gov.au; Stephen.Smith.MP@aph.gov.au; senator.wong@aph.gov.au; Tony.Abbott.MP@aph.gov.au; John.Cobb.MP@aph.gov.au; Greg.Hunt.MP@aph.gov.au; senator.bob.brown@aph.gov.au; kevin.rudd@aph.gov.au
All you need do is to cut/copy and paste the letter below into a regular email. It takes no more than two minutes to do.
Alles was Sie tun müssen, ist den untenstehenden Brief in eine E-mail zu kopieren. Sie werden nicht länger als zwei Minuten dazu benötigen.
__________________________________________________________Subject matter/Betreff:
DO NOT FURTHER IGNORE THE SUFFERING OF ORANGUTANS!
__________________________________________________________To:
The Hon. Peter Garrett
Minister for Environment, Heritage and the ArtsDear Minister,
Australia needs to act now!
The impact of illegal logging is devastating the Indonesian rainforests and killing unique species like the orangutan that live there. The UN reports that in 2022, all lowland forests in Borneo will be destroyed. Often, the wood goes to Australia and from there to other countries of the West.
The newspapers report that Australian decision makers are well informed about this situation and a ban has been discussed for years. Please could you explain to me:
Why does the government still permit the importation of wood known to have been logged illegally?
Other countries act. The United States has banned the import of wood from illegal sources two years ago, the EU will follow soon. Why does Australia stand idly by?
Instead of supporting the conservation efforts, the Australian government has given money to build a road through pristine rainforest in Indonesia – that is, from Pontianak to Sintang in Western Kalimantan. Considering the fact that the new primeminister Julia Gillard has said that she favours a price on Carbon Emissions, do you know the price that Australia would have to pay?
Thank you and I look forward to your reply.
Yours sincerely
Name/Country/City
Ps.: For your interest: http://www.abc.net.au/news/stories/2010/05/28/2912546.htm
__________________________________________________________DEUTSCHE ÜBERSETZUNG (bitte NICHT kopieren!)
Sehr geehrter Herr Minister,
Australien muss unverzüglich handeln!
Durch illegale Rodungen wird der indonesische Regenwald zerstört. Die dort lebenden Arten, Tiere wie der Orang-Utan, werden getötet oder verlieren ihren Lebensraum. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird bis 2022 nahezu der gesamte Tieflandregenwald auf Borneo zerstört sein. Das Holz wird häufig nach Australien transportiert und geht von dort in andere Länder des Westens.
Die Zeitungen berichten, dass Australiens Entscheider bestens informiert sind über diese Situation und ein Importverbot für diese Hölzer seit Jahren diskutiert wird. Bitte erklären Sie mir:
Warum importiert Australien nach wie vor Holz, welches nachweislich aus illegalen Quellen stammt?
Andere Länder handeln. Die Vereinigten Staaten haben bereits vor zwei Jahren einen Einfuhrstopp beschlossen, die EU wird bald folgen. Warum sieht Australien untätig zu?
Statt Anstrengungen zum Umwelt- und Klimaschutz zu unterstützen, hat Australien Geld zur Verfügung gestellt, eine Straße durch unberührten Regenwald zu bauen – von Pontianak nach Sintang in Westkalimantan, Borneo. Auch angesichts der Tatsache, dass die neue Premierministerin Julia Gillard einen Preis auf Kohlendioxidemissionen fordert, frage ich: Ist sich Australien der möglichen Kosten seiner Politik bewusst?
Für eine Antwort Ihrerseits bedanke ich mich vorab und verbleibe mit freundlichen Grüßen,
Name/Stadt/Land